Motorrad Reifenmontiergerät kaufen
Reifen selber wechseln wie ein Profi. Ein manuelles Motorradreifenmontiergerät, oft auch Reifenmontiermaschine genannt, wechselt Reifen von 10 bis 21 Zoll, zu Hause in der Garage oder in der Box an der Rennstrecke. Ohne Druckluft, ohne Strom. Vom leichten EVOX® für 15–19 Zoll über das EVO2® bis zum modularen EVO3®, entwickelt und getestet in Deutschland.
Reifenmontiergeräte für jede Radgröße
15–19″, 12–21″ und modular 10–21″
für Sportler, Tourer und Cruiser
langlebig und rostfrei
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In unserem Tipps & Tricks Beitrag erfährst Du die Antwort.
Reifenmontiergerät oder Reifenmontiermaschine?
Gemeint ist dasselbe, der Sprachgebrauch unterscheidet sich vor allem nach Fahrzeug. Im Kfz-Bereich steht „Reifenmontiermaschine“ fast immer für eine pneumatische Standmaschine mit Motor, wie sie in der Werkstatt steht. Für Motorradreifen braucht es die nicht.
Hier arbeitet man mit einem manuellen Reifenmontiergerät: Du spannst das Rad auf die Achse, drückst den Wulst mit dem Abdrückarm von der Felge und ziehst den Reifen mit dem Montagearm herunter. Kein Kompressor, kein Stromanschluss, keine feste Stellfläche.
Der Grund liegt in der Felge. Motorradfelgen sind schmaler und empfindlicher als Autofelgen, häufig aus Guss oder mit Speichen. Eine Kfz-Maschine arbeitet mit deutlich mehr Kraft, als hier nötig wäre, und ihre Aufnahme passt nicht auf eine 20-mm-Achse. Deshalb heißen unsere Geräte Reifenmontiergerät — auch wenn viele nach Reifenmontiermaschine, Reifenwechselmaschine oder Reifenaufziehmaschine suchen.
Brauche ich ein elektrisches Gerät?
Für Motorradreifen: nein. Elektrische und pneumatische Maschinen lohnen sich erst, wenn täglich Räder durchlaufen — also im Werkstattbetrieb. Sie kosten ein Vielfaches, brauchen Druckluft und Stellfläche und bringen beim Motorrad keinen Zeitvorteil, der das rechtfertigt. Ein manuelles Gerät wechselt ein Rad in wenigen Minuten und lässt sich danach zusammenklappen.
Manuelles Reifenmontiergerät: worauf es beim Kauf ankommt
Ein manuelles Reifenmontiergerät kommt ohne Druckluft und ohne Motor aus: Du spannst das Rad auf die Achse, drückst den Wulst mit dem Abdrückarm von der Felge und ziehst den Reifen mit dem Montagearm herunter. Genau deshalb passt es in jede Garage und lässt sich sogar mit an die Rennstrecke nehmen. Drei Dinge entscheiden darüber, ob das Gerät zu Deinem Motorrad passt.
Welche Zollgröße brauche ich?
Die Zollgröße Deiner Felge bestimmt, welches Gerät infrage kommt. Für klassische Straßen- und Rennmaschinen mit 17-Zoll-Felgen reicht ein Gerät für 15 bis 19 Zoll wie das EVOX®. Fährst Du zusätzlich Roller, Pitbike oder eine Enduro mit 21-Zoll-Vorderrad, brauchst Du den Bereich von 12 bis 21 Zoll wie beim EVO2® 2.0. Wer alles abdecken will, greift zum modularen EVO3®: Es reicht mit den passenden Kits von 10 bis 21 Zoll und kommt auch mit Mousse zurecht.
Kleine 10-Zoll-Rollerräder sind der häufigste Sonderfall. Für sie gibt es das Roller-Reifen Wechsel-Kit, mit dem sich ein 12–21-Zoll-Gerät nach unten erweitern lässt.
Welche Reifenbreite schafft das Gerät?
Die zweite Grenze ist die Breite des Hinterreifens. Bis 200 mm deckst Du mit einem 15–19-Zoll-Gerät praktisch jeden Sportler und Tourer ab – auch den 200er-Slick auf der Rennstrecke. Breitere Walzen bis 250 mm verlangen ein 12–21-Zoll-Gerät, und für 280-mm-Hinterreifen an Maschinen wie Ducati Diavel oder Suzuki Intruder brauchst Du zusätzlich die verlängerte 20-mm-Achse.
Ebenso wichtig: der Achsdurchmesser. Unsere Geräte arbeiten serienmäßig mit einer 20-mm-Achse; für 15 und 12 mm sowie für Einarmschwingen und BMW-Loch-Felgen gibt es passende Achsadapter. Ohne die richtige Aufnahme sitzt das Rad nicht zentrisch auf dem Gerät.
Warum verzinkter Stahl den Unterschied macht
Beim Abdrücken wirken erhebliche Kräfte auf das Gestell. Gibt der Rahmen nach, wandert die Kraft nicht in den Reifenwulst, sondern in die Felgenkante – dort entstehen die Kratzer, die man später sieht. Deshalb bestehen unsere Reifenmontiergeräte aus verzinktem Stahl: steif genug für harte Rennreifen, dazu rostfrei und auch nach Jahren in der feuchten Garage formstabil. Ein Felgenschutz und ein passender Montierhebel erledigen den Rest.
Wofür diese Geräte nicht gedacht sind
Unsere Reifenmontiergeräte sind für motorisierte Zweiräder gebaut. Damit lassen sich nicht wechseln:
- Autoreifen
- LKW- und Traktorreifen
- Quadreifen
- Reifen breiter als 280 mm
Was kostet ein Reifenwechsel in der Werkstatt?
Die Werkstattpreise sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Pro Reifen inklusive Wuchten zahlst Du in einer freien Werkstatt zwischen 50 bis 90€ pro reifen. Dazu kommen Aufschläge für mitgebrachte Reifen, Altreifenentsorgung, Ventiltausch und den Rad-Aus- und -Einbau – für ein komplettes Reifenpaar summiert sich das schnell auf einen dreistelligen Betrag, bei Supersportlern auch darüber. Die vollständige Aufstellung mit allen Einzelposten und aktuellen Preisspannen findest Du in unserem Ratgeber Motorradreifen selber wechseln.
Wann rechnet sich ein eigenes Reifenmontiergerät?
Ein eigenes Gerät kostet einmalig, die Werkstatt jedes Mal. Legt man einen üblichen Werkstattpreis pro Reifenwechsel zugrunde, hat sich die Anschaffung so schnell bezahlt gemacht:
| Reifenmontiergerät | Bezahlt nach etwa | Passt zu |
|---|---|---|
| EVOX® | 4 Reifenwechseln | Straße und Rennstrecke, 15–19″ |
| Two-in-One | 4 Reifenwechseln | wechseln und wuchten in einem Gerät |
| EVO2® 2.0 | 5 Reifenwechseln | mehrere Bikes, 12–21″ |
| EVO2 PRO® | 6 bis 7 Reifenwechseln | 360°-Felgenschutz |
| EVO3® | 7 Reifenwechseln | modular von Roller bis MX |
Wer zweimal im Jahr wechselt, hat das günstigste Gerät also nach rund zwei Saisons wieder drin. Bei Rennstreckenfahrern mit mehreren Reifensätzen oder mehreren Motorrädern im Haushalt passiert das oft schon in der ersten Saison. Dazu kommen drei Vorteile, die in keiner Preisliste stehen:
- Kein Termin, keine Wartezeit. Zum Saisonstart sind Werkstätten wochenlang ausgebucht – mit eigenem Gerät wechselst Du am Samstagmorgen.
- Kein Aufpreis für mitgebrachte Reifen. Online gekaufte Reifen sind ohnehin günstiger, und der Werkstattaufschlag entfällt.
- Du arbeitest an Deiner eigenen Felge. Entsprechend vorsichtig geht man beim Abdrücken zu Werke.
Damit die Rechnung ehrlich bleibt: Nach der Montage muss das Rad gewuchtet werden. Dafür brauchst Du zusätzlich einen Wuchtbock und Klebegewichte – oder gleich das Two-in-One, das beides in einem Gerät vereint.
Häufige Fragen zum Reifenmontiergerät
Ja. Mit einem manuellen Reifenmontiergerät wechselst Du Motorradreifen zu Hause in der Garage oder in der Box an der Rennstrecke. Du brauchst dafür keine Druckluft-Maschine und keinen Werkstatttermin – nur das passende Gerät, Reifenmontagepaste, einen Montierhebel und einen Felgenschutz.
Das EVOX® deckt 15–19″ für Straßen- und Rennreifen ab und ist die Wahl für die meisten Straßenmotorräder. Das EVO2® 2.0 kommt mit 12–21″ zusätzlich mit Roller- und Pitbikereifen zurecht. Das modulare EVO3® deckt mit den passenden Kits 10–21″ ab, inklusive Mousse.
Bis 200 mm genügt ein 15–19″-Gerät. Für Reifen bis 250 mm brauchst Du das größere 12–21″-Gerät, und 280 mm breite Hinterreifen sind damit ebenfalls möglich – dann mit der verlängerten 20-mm-Achse.
Ja. 12-Zoll-Räder wechselst Du mit dem EVO2® 2.0 direkt, für 10 Zoll brauchst Du zusätzlich das Roller-Reifen Wechsel-Kit. Beim EVO3® übernimmt das Roller-Kit diese Aufgabe.
Ein Eigenbau kostet vor allem Zeit und liefert selten die nötige Steifigkeit. Genau da entscheidet sich, ob die Felge heil bleibt: Ein verwindungsweiches Gestell überträgt die Kräfte in die Felgenkante statt in den Wulst. Ein fertiges Gerät aus verzinktem Stahl bringt außerdem passende Montageköpfe, Adapter und Ersatzteile mit.
Montieren und Wuchten kostet pro Radsatz je nach Betrieb einen zweistelligen Betrag – bei zwei Reifensätzen im Jahr hat sich ein eigenes Gerät schnell gerechnet. Dazu kommt der Punkt, den viele unterschätzen: Du sparst den Termin und bekommst keine verkratzte Felge zurück.
Ja, mit dem passenden Achsadapter. Für Ducati, Triumph und Honda gibt es den BTR Universal-Achsadapter für Einarmschwingen. Für BMW passt er nicht – dort greifen die Loch-Adapter für 5-Loch-Felgen beziehungsweise 3- und 4-Loch-Felgen. Alle weiteren findest Du in der Adapter-Kategorie.
Ja. Eine Unwucht macht sich als Vibration im Lenker oder in den Rasten bemerkbar und belastet Lager und Reifen zusätzlich. Mit dem BTR Motorrad Wuchtbock erledigst Du das direkt im Anschluss selbst; das Two-in-One Reifenmontiergerät kombiniert Montage und Wuchten in einem Gerät.
Zum Montieren nicht zwingend. Zum Befüllen und für den ersten Wulstsitz ist ein Kompressor aber hilfreich, besonders bei schlauchlosen Reifen. Für unterwegs reicht oft ein kleines mobiles Modell.
Im Motorradbereich beziechnen beide Begriffe dasselbe. "Maschine" wird umgangssprachlich vor allem im Kfz-Bereich verwendet, wo pneumatische Standgeräte mit Motor arbeiten. Für Motorradreifen genügt ein manuelles Gerät ohne Druckluft und Strom, es ist schonender zur Felge und passt in jede Garage.
Für den privaten gebrauch nicht. Elektrische und pneumatische Maschinen rechnen sich erst, wenn täglich Räder durchlaufen, also im Werkstattbetrieb. Sie kosten ein Vielfaches, brauchen Druckluft und eine feste Stellfläche und bringen beim Motorrad keinen Zielvorteil, der das rechtfertigt. Ein manuelles Gerät wechselt ein Rad in wenigen Minuten und lässt sich danach platzsparend verstauen.


