LS2 Helme: Klapp-, Integral- und Modularhelme im großen Guide
Kaum ein Hersteller deckt so viele Bauarten ab wie LS2 – vom 82-Euro-Integralhelm bis zum Carbon-Klapphelm mit 180°-Kinnteil. Genau das macht die Auswahl aber auch unübersichtlich. Was bedeuten die Kürzel FF, OF und MX? Wann lohnt ein Klapphelm, wann der Integralhelm? Und was ist eigentlich ein Modularhelm? Dieser Guide sortiert das Sortiment – und sagt Dir ehrlich, wo die Grenzen jeder Bauart liegen.
Klapphelm, Integralhelm, Modularhelm die Bauarten
Bevor es um einzelne Modelle geht, lohnt der Blick auf die drei Bauarten. Sie unterscheiden sich vor allem in einem Punkt: was mit der Kinnpartie passiert.
| Bauart | Kinnpartie | Stärke | Schwäche |
| Integralhelm | fest verbaut, eine Schale | Leichteste und steifste Bauform, meist am leisesten | Auf- und Absetzen umständlich, für Brillenträger fummelig |
| Klapphelm | hochklappbar, bleibt am Helm | Komfort an der Tankstelle, an der Ampel, beim Reden | Schwerer, mehr Mechanik, mehr Dichtungsfugen |
| Modularhelm | abnehmbar | Zwei Helme in einem: mit Kinnbügel oder als offener Jethelm | Der Kinnbügel ersetzt keinen geprüften Integral-Kinnschutz |
Die entscheidende Unterscheidung, die oft durcheinandergeht: Beim Klapphelm klappt das Kinnteil nach oben und bleibt fest am Helm – es ist Teil der geprüften Konstruktion. Beim Modularhelm nimmst Du den Kinnbügel komplett ab. Das ist praktisch, hat aber Folgen für den Schutz. Dazu unten mehr.
Tipp aus der Werkstatt: Es gibt keine „beste" Bauart, nur die passende. Faustregel: Wer sportlich und viel Autobahn fährt, ist mit dem Integralhelm am besten bedient. Wer pendelt, tourt, Brille trägt oder oft anhält, schätzt den Klapphelm. Und wer im Sommer entspannt durch die Stadt cruist, findet im Modularhelm die flexibelste Lösung.
FF, OF, MX was die LS2-Kürzel bedeuten
Jeder LS2-Helm trägt eine Modellnummer wie FF901 oder OF606. Die zwei Buchstaben davor sind keine Zierde – sie verraten Dir sofort die Bauart:
- FF = Full Face. Der Helm ist mit geschlossener Kinnpartie geprüft. Das gilt für Integralhelme und für Klapphelme (deshalb heißt der Klapphelm Advant X auch FF901).
- OF = Open Face. Der Helm ist als offener Helm zugelassen – also als Jethelm. Auch der Modularhelm OF606 Drifter fällt in diese Gruppe, obwohl er einen Kinnbügel mitbringt.
- MX = Motocross. Cross- und Endurohelme mit langem Kinnbügel und Schirm, ausgelegt fürs Gelände.
Tipp aus der Werkstatt: Dieses eine Buchstabenpaar spart Dir jede Diskussion. Wenn Du maximalen Kinnschutz möchtest, suchst Du ein FF-Modell. Steht OF davor, ist der Helm als offener Helm homologiert – unabhängig davon, ob ein Kinnbügel dabei ist.
LS2 Integralhelme vom Rapid III bis zum Thunder Carbon
Bei den Integralhelmen reicht die Spanne von der Einstiegsklasse bis zum Carbon-Sporthelm – die Bandbreite ist bemerkenswert. Am besten sortierst Du die Modelle nach dem, was Du vorhast.
Der Einstieg Rapid II und Rapid III
Der FF820 Rapid III ist mit gut 80 Euro der günstigste Integralhelm im Sortiment, der FF353 Rapid II liegt knapp darüber. Beide sind ECE-geprüft und damit die vernünftige Wahl für alle, die einen soliden geschlossenen Helm suchen, ohne viel auszugeben – etwa als Zweithelm für den Sozius (die genaue Prüfnorm stehen bei den Artikeln selbst).
Die Mittelklasse Storm II und Vector II
Der FF800 Storm II ist der vielseitige Touring- und Alltagshelm der Reihe und mit rund 15 Farbvarianten der bunteste. Eine Stufe höher rückt der FF811 Vector II mit aufgewerteter Ausstattung und feiner Größenabstufung; ihn gibt es zusätzlich in einer Carbon-Variante, wenn es leichter sein soll.
Sportlich und darüber Challenger, Dragon und Thunder
Der FF327 Challenger ist der sportlich geschnittene Helm der Mittelklasse – die Carbon-Version bringt serienmäßig eine Pinlock-70-MaxVision-Scheibe, ein getöntes Visier und eine Helmtasche mit. Der FF807 Dragon gehört zur Oberklasse. Ganz oben steht die FF805-Thunder-Carbon-Reihe: ein echter Carbon-Sporthelm, den es als GP Aero mit rennstreckentauglicher Aerodynamik als Topmodell gibt.
Beliebte Integralhelme von LS2:
Tipp aus der Werkstatt: Achte beim Vergleich nicht nur auf den Preis, sondern auf den Lieferumfang. Beim Challenger Carbon sind Pinlock-Scheibe, getöntes Visier und Helmtasche schon dabei – Teile, die Du sonst einzeln nachkaufst. Das relativiert den Aufpreis deutlich.
LS2 Klapphelme: Advant X, Advant II und Strobe II
Die Klapphelme sind LS2s stärkste Modellreihe – und der Grund, warum viele Tourenfahrer bei der Marke landen. Das gemeinsame Markenzeichen der Advant-Familie: ein Kinnteil, das sich um volle 180 Grad nach hinten klappen lässt. Im Sommer fährst Du damit offen wie mit einem Jethelm, bei Regen oder Autobahn schließt Du es wieder.
Der LS2 Advant X: das Spitzenmodell der Reihe
Der FF901 Advant X ist der Bestseller und das am besten ausgestattete Modell der Familie. Neben dem 180°-Kinnteil bringt er eine Reihe von Details mit, die den Unterschied machen:
- Eine ultraleichte HPFC-Helmschale in zwei Schalengrößen – das sorgt dafür, dass auch kleine Kopfgrößen keinen unnötig großen Helm tragen.
- Ein innenliegendes Sonnenvisier, das Du per Schieber herunterziehst.
- Eine Pinlock-120-MaxVision-Scheibe liegt bereits bei – die Anti-Beschlag-Scheibe, die man sonst oft nachkaufen muss.
- Ein Rescue-Wangenpolster mit Notfall-Entriegelung, über das Rettungskräfte den Helm im Ernstfall sicher abnehmen können.
- Durchdachte Belüftung mit Kinn- und Kopfbelüftung samt Abluftöffnung, dazu der Micrometric-Verschluss und die Vorbereitung für das LS2 INTERCOM.
Tipp aus der Werkstatt: Dass die Pinlock-Scheibe schon dabei ist, klingt nach einer Kleinigkeit, spart aber echtes Geld – einzeln kostet sie oft 25 bis 30 Euro. Zusammen mit dem innenliegenden Sonnenvisier hast Du gegen Beschlag und Blendung alles an Bord, ohne nachzurüsten.
Advant II und Advant: die Familie darunter
Wer die 180°-Grundidee zu einem niedrigeren Preis möchte, wird bei den beiden anderen Advant-Modellen fündig:
- Der FF910 Advant II ist das mittlere Modell der Reihe, er ist in 8 Farben und 7 Größen erhältlich. Er übernimmt das klappbare Kinnteil der Familie in einer etwas schlichteren Ausstattung.
- Der FF906 Advant ist der robuste Klassiker der Reihe – ebenfalls mit 180°-Kinnteil, herausnehmbarem Innenfutter und innenliegendem Sonnenvisier.
Die genaue Ausstattung unterscheidet sich im Detail von Modell zu Modell – ein Blick auf die jeweilige Produktseite lohnt sich, wenn Dir einzelne Merkmale wie Schalenmaterial oder mitgelieferte Pinlock-Scheibe wichtig sind.
Der Strobe II: der günstige Einstieg
Wenn es vor allem preiswert sein soll, ist der FF908 Strobe II der Einstieg in die LS2-Klapphelme, erhältlich in rund zehn Farben. Er bietet die klassische Klapphelm-Funktion ohne die Extras der Advant-Reihe und ist damit der solide Begleiter für Alltag und Gelegenheitsfahrer.
Beliebte Klapphelme von LS2:
LS2 Modularhelme: der OF606 Drifter
Im gesamten LS2-Sortiment gibt es genau einen echten Modularhelm: den OF606 Drifter. Bei ihm nimmst Du sowohl das Kinnteil als auch den Helmschirm komplett ab. Aus dem Helm mit Kinnbügel wird so in Sekunden ein klassischer Jethelm – und mit Schirm ein Scrambler-Look.
Technisch bringt er mit: eine robuste KPA-Schale in zwei Helmschalengrößen, ein kratzresistentes und UV-beständiges Visier, herausnehmbares und waschbares Innenfutter, ein hypoallergenes Wangenpolster, den Micrometric-Verschluss und ein Gewicht von rund 1.300 g. Geprüft ist er nach ECE 22-06.
Bei uns erhältlich in Beige matt, Grün matt und Schwarz matt sowie in den Größen XS bis XXL. Neben der Solid-Ausführung gibt es die Dekore Devor, Jeans und Mud gegen einen kleinen Aufpreis.
Was Du beim Modularhelm wissen musst
Und hier kommt der wichtige Punkt, den Prospekte gern verschweigen: Der Drifter trägt das Kürzel OF – er ist als offener Helm zugelassen. Sein Kinnbügel ist ein Wind- und Wetterschutz, aber kein geprüfter Kinnschutz im Sinne eines Integralhelms. Wer den Schutz eines geschlossenen Helms möchte, muss zu einem FF-Modell greifen.
Das ist kein Argument gegen den Drifter – es ist ein Argument für den richtigen Einsatz. Als flexibler Stadt- und Schönwetterhelm mit dem Komfort eines Jethelms ist er stark. Als Autobahnhelm für die Alpentour ist er die falsche Wahl.
Beliebte Modularhelme von LS2:
Lieferumfang: Was bei LS2 im Karton liegt
Ein Punkt, der beim Helmkauf gern übersehen wird, bei LS2 aber positiv überrascht: Bei vielen Modellen liegt spürbar mehr im Karton als nur der Helm. Gerade bei den höherpreisigen Carbon-Modellen ist einiges serienmäßig dabei, was Du bei anderen Marken einzeln nachkaufen musst – das relativiert den Preis oft deutlich.
Ein schönes Beispiel ist der FF327 Challenger Carbon. Hier sind neben dem Helm eine Pinlock-70-MaxVision-Scheibe, ein zusätzliches getöntes Visier und eine Helmtasche enthalten. Du hast damit ein klares und ein getöntes Visier zum Wechseln, Anti-Beschlag-Schutz und einen Transportschutz an Bord – ohne einen Cent nachzulegen.
Auch bei anderen Modellen ist die Anti-Beschlag-Scheibe schon dabei: Der FF901 Advant X und der FF807 Dragon bringen serienmäßig eine Pinlock-120-MaxVision-Scheibe mit, dazu ein innenliegendes Sonnenvisier, das Du per Schieber herunterziehst. Ein separates getöntes Wechselvisier ist das zwar nicht, gegen Blendung bist Du damit aber trotzdem gerüstet.
Was genau dabei ist, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Den verbindlichen Lieferumfang findest Du bei den jeweiligen Artikeln – unter „Versandinformationen" und in der Detailbeschreibung. Ein Blick dorthin lohnt sich, denn er entscheidet mit darüber, wie viel Zubehör Du später noch brauchst.
⚠ Symbolbild, KI-generiert. Die Abbildung zeigt beispielhaft, wie der Lieferumfang des LS2 FF327 Challenger Carbon aussehen könnte, und ist nicht verbindlich. Der tatsächliche Lieferumfang – vor allem die Art der Tasche (z. B. Stoffbeutel oder Sporttasche) – kann je nach Helmmodell und Lieferung abweichen. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der jeweiligen Produktbeschreibung.
Tipp aus der Werkstatt: Rechne den Lieferumfang gegen den Preis. Eine Pinlock-Scheibe kostet einzeln schnell 25 bis 30 Euro, ein getöntes Visier oft noch mehr, dazu die Tasche. Ein Modell, das das alles schon mitbringt, ist am Ende häufig günstiger als ein vermeintliches Schnäppchen, bei dem Du Stück für Stück nachkaufst.
ECE 22.06 und die P/J-Zulassung
Zwei Begriffe begegnen Dir beim Helmkauf ständig. Beide sind schnell erklärt.
ECE 22.06 ist die aktuell gültige europäische Prüfnorm für Motorradhelme. Sie hat die ältere ECE 22.05 abgelöst und prüft unter anderem zusätzliche Aufprallpunkte sowie Schrägaufpralltests. Die aktuellen LS2-Modelle sind nach ECE 22-06 geprüft; einzelne, noch im Abverkauf befindliche Helme können die Vorgängernorm ECE 22-05 tragen. Welche Norm für Dein Wunschmodell gilt, steht auf der jeweiligen Produktseite und – verbindlich – auf dem Prüfetikett im Helm. In Deutschland gilt eine Helmpflicht – auf dem Motorrad musst Du einen geeigneten Schutzhelm tragen.
Die P/J-Zulassung betrifft Klapphelme. Die Buchstaben stehen für die Konfigurationen, in denen der Helm zugelassen ist:
- P (Protective) bedeutet: geprüft mit geschlossenem Kinnteil.
- J (Jet) bedeutet: geprüft auch mit offenem Kinnteil.
Ein Klapphelm mit P/J-Doppelhomologation darf also legal auch offen gefahren werden. Trägt er nur die Kennzeichnung P, ist das offene Kinnteil ausschließlich für den Stand gedacht – etwa an der Tankstelle.
Ob Dein Helm P/J-zugelassen ist, verrät Dir das eingenähte Prüfetikett am Kinnriemen sowie die Angaben auf der Produktseite. Verlass Dich hier nicht auf die Optik oder darauf, dass das Kinnteil weit nach hinten klappt – entscheidend ist allein die Homologation.
⚠ Hinweis: Diese Angaben sind allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die geltenden Vorschriften und die Angaben des Herstellers.
Die richtige Helmgröße finden
Der beste Helm nützt nichts, wenn er nicht sitzt. So misst Du richtig: Leg ein Maßband etwa 1 cm über dem Ohr um die breiteste Stelle Deines Kopfes und lies den Umfang in Zentimetern ab.
| Bestellgröße | Kopfumfang |
| XXS | 51 - 52 cm |
| XS | 53 - 54 cm |
| S | 55 - 56 cm |
| M | 57 - 58 cm |
| L | 59 - 60 cm |
| XL | 61 - 62 cm |
| XXL | 63 - 64 cm |
Wichtig: Ein neuer Helm darf sich anfangs stramm anfühlen – das Wangenpolster gibt beim Einfahren nach. Er darf aber nirgends drücken, und wenn Du den Kopf ohne geschlossenen Kinnriemen schüttelst, soll der Helm sich nicht mitdrehen. Liegst Du zwischen zwei Größen, nimm im Zweifel die kleinere und lass das Polster arbeiten.
Den passenden LS2-Helm finden
So kommst Du am schnellsten ans Ziel:
Weg 1 – über die Suche: Gib Dein Wunsch Modell direkt oben in die Suchleiste ein, etwa „FF901 Advant X" oder „Drifter", ein und entdecke Deinen passenden Helm.
Weg 2 – über die Markenseite: Auf der LS2-Markenseite wählst Du zuerst Deine Bauart und stöberst dort in Ruhe. Zur Auswahl stehen Klapphelme, Integralhelme, Jethelme, Modularhelme, Cross- und Endurohelme, Kinderhelme und Bekleidung.
Zur Orientierung: Die Bauart steht immer im Produktnamen – „LS2 Klapphelm FF901 Advant X", „LS2 Integralhelm FF811 Vector II", „LS2 Modularhelm OF606 Drifter". Zusammen mit dem Kürzel FF, OF oder MX erkennst Du sofort, was Du vor Dir hast.
Denk auch ans Zubehör: Für die meisten Modelle gibt es passende Visiere, Pinlock-Scheiben und Visiermechaniken einzeln.
Fazit
LS2 deckt praktisch jeden Bedarf ab – die Kunst besteht darin, die richtige Bauart zu wählen, nicht das teuerste Modell.
Der Integralhelm bleibt die konsequenteste Lösung, wenn Schutz und Ruhe im Vordergrund stehen; der Einstieg gelingt schon beim FF820 Rapid III, nach oben endet es beim Carbon-Sporthelm FF805 Thunder. Der Klapphelm ist der Alltagsheld für Pendler, Tourenfahrer und Brillenträger, und der FF901 Advant X mit seinem um 180 Grad rotierenden Kinnteil ist das flexibelste Modell der Reihe. Der Modularhelm OF606 Drifter schließlich ist die entspannteste Wahl für Stadt und Sommer – solange Du weißt, dass er als offener Helm zugelassen ist und sein Kinnbügel keinen Integral-Kinnschutz ersetzt.
Drei Dinge lohnen sich in jedem Fall: die Größe sorgfältig ausmessen, beim Klapphelm einen Blick auf die P/J-Kennzeichnung werfen, bevor Du mit offenem Kinnteil losfährst – und der Blick in den Lieferumfang, denn gerade die Carbon-Modelle bringen Visier, Pinlock-Scheibe und Tasche oft schon mit.
FAQ zu LS2 Helmen
Die häufigsten Fragen rund um LS2-Helme haben wir hier für Dich zusammengetragen.
Was bedeuten FF, OF und MX bei LS2?
FF steht für Full Face: Der Helm ist mit geschlossener Kinnpartie geprüft – das gilt für Integral- und Klapphelme. OF steht für Open Face, also einen als offen zugelassenen Helm wie Jet- und Modularhelme. MX kennzeichnet Cross- und Endurohelme fürs Gelände.
Was ist der Unterschied zwischen Klapphelm und Modularhelm?
Beim Klapphelm klappt das Kinnteil nach oben und bleibt fest am Helm – es gehört zur geprüften Konstruktion. Beim Modularhelm nimmst Du den Kinnbügel komplett ab. Der Modularhelm ist dadurch flexibler, sein Kinnbügel bietet aber nicht den geprüften Schutz eines Integralhelms.
Darf ich einen Klapphelm mit offenem Kinnteil fahren?
Nur, wenn er die P/J-Doppelhomologation trägt. P bedeutet geprüft mit geschlossenem Kinnteil, J zusätzlich mit offenem. Trägt der Helm nur ein P, ist das offene Kinnteil nur für den Stand gedacht. Die Kennzeichnung findest Du auf dem Prüfetikett am Kinnriemen.
Was ist ECE 22.06?
ECE 22.06 ist die aktuell gültige europäische Prüfnorm für Motorradhelme und hat die frühere ECE 22.05 abgelöst. Sie prüft unter anderem zusätzliche Aufprallpunkte und Schrägaufpralltests. Die aktuellen LS2-Modelle sind nach ECE 22-06 geprüft; einzelne, noch abverkaufte Helme können nach der Vorgängernorm ECE 22-05 zugelassen sein. Maßgeblich ist die Angabe auf der Produktseite und dem Prüfetikett im Helm.
Welcher LS2-Helm ist der günstigste?
Bei den Integralhelmen ist der FF820 Rapid III der günstigste Einstieg. Bei den Klapphelmen liegt der FF908 Strobe II vorn.
Was kann der LS2 Advant X besonders?
Sein Kinnteil rotiert um volle 180 Grad nach hinten, statt nur hochzuklappen. Dazu kommt eine ultraleichte HPFC-Helmschale, und der Helm ist mit dem LS2 INTERCOM kompatibel.
Wie finde ich meine Helmgröße?
Miss mit einem Maßband etwa 1 cm über dem Ohr den Umfang an der breitesten Stelle Deines Kopfes. 55–56 cm entsprechen Größe S, 57–58 cm der Größe M, 59–60 cm der Größe L. Ein neuer Helm darf stramm sitzen, aber nirgends drücken.
Was ist bei einem LS2-Helm im Lieferumfang dabei?
Das hängt vom Modell ab. Beim FF327 Challenger Carbon sind zum Beispiel eine Pinlock-70-MaxVision-Scheibe, ein getöntes Visier und eine Helmtasche enthalten. Der FF901 Advant X und der FF807 Dragon bringen serienmäßig eine Pinlock-120-MaxVision-Scheibe und ein innenliegendes Sonnenvisier mit. Den genauen Lieferumfang findest Du auf den jeweiligen Artikeln unter „Versandinformationen".
Kommt der Helm mit getöntem Visier?
Nein, standardmäßig nicht: Auch Helme, die auf den Produktbildern mit schwarzem oder verspiegeltem Visier zu sehen sind, werden mit klarem Visier ausgeliefert. Bei einzelnen Modellen wie dem FF327 Challenger Carbon liegt ein getöntes Visier aber zusätzlich bei – ansonsten gibt es getönte Visiere und Pinlock-Scheiben für die meisten Modelle separat.
Kann ich ein Kommunikationssystem in einen LS2-Helm einbauen?
Ja. Der FF901 Advant X ist beispielsweise für das LS2 INTERCOM vorbereitet. Grundsätzlich lassen sich in die meisten Helme auch Systeme anderer Hersteller nachrüsten – worauf Du dabei achten solltest, liest Du in unserem Vergleich von Sena, Cardo und Interphone. Wenn Du die Technik lieber gleich fest im Helm hättest, lohnt ein Blick auf Smart-Helme mit integriertem Headset – die stellen wir im Sena Mesh & Smart-Helme-Vergleich vor.
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Hinweis: Alle Preisangaben Stand Juli 2026, Änderungen vorbehalten. Angaben zu Normen und Zulassungen sind allgemeine Hinweise und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich sind die Herstellerangaben und das Prüfetikett am Helm.